Berlin Bebelplatz (Censorship-Free Russian Language Book Fair)
Deutschland
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Beschreibung
„Berlin Bebelplatz“ ist die Buchmesse für zensurfreie russischsprachige Literatur, die jedes Frühjahr in Berlin stattfindet.
Ihr Ziel ist es, einen offenen Raum für freie russischsprachige Literatur und Buchkultur zu schaffen und sie stärker in den europäischen und internationalen öffentlichen Diskurs einzubringen.
Viele der präsentierten Bücher können heute nur außerhalb Russlands erscheinen. Ihre Autor:innen wurden zu „ausländischen Agenten“ erklärt, dürfen nicht publizieren, werden strafrechtlich verfolgt oder leben im Exil. In den vergangenen vier Jahren sind zahlreiche unabhängige russischsprachige Kleinverlage im Exil entstanden.
aIm Mittelpunkt stehen Texte über den Krieg in der Ukraine, Menschenrechte, politische Verfolgung und erzwungene Emigration, aber auch über Kolonialismus, historische Verantwortung, Frauenrechte und queere Themen – ebenso wie einfach starke, spannende Literatur. Die Buchmesse zeigt, dass Russisch nicht die Sprache staatlicher Propaganda ist, sondern auch eine lebendige Sprache freier Gegenwartsliteratur.
Die erste Messe fand im April 2025 statt: 25 Buchverlage nahmen teil, rund 300 russischsprachige Buchtitel wurden vorgestellt, etwa 2.500 Besucher kamen.
2026 wuchs die Messe auf 30 Buchverlage, 15 Zeitschriftenprojekte, 116 Veranstaltungen, 126 Sprecher und rund 4.000 Besucher.
Zu den Teilnehmenden zählen unter anderem Daniel Kehlmann, Viktor Jerofejew, Alexander Delfinov, Michail Schischkin, Karl Schlögel, Sascha Skotschilenko, Ivan Filippov, Vladimir Sorokin und viele mehr.
Aktuell bereitet das Team die dritte Berliner Buchmesse im Frühjahr 2027 vor. Innerhalb kurzer Zeit hat sie sich zu dem wichtigsten Forum für freie russischsprachige Literatur in Deutschland und zu einer international sichtbaren Plattform für unabhängige Verlage, Autor:innen und Leser:innen entwickelt.











