Die bronzene Schönheit aus Kladina – Das älteste Bieropfer in Mitteleuropa
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Der Fund eines großen Eimers aus Bronzeblech, der sog. Situla aus Kladina in Ostböhmen, zählt zu den bedeutendsten archäologischen Entdeckungen der vergangenen Jahre in Mitteleuropa. Das rund 60 Zentimeter hohe Gefäß wurde 2017 entdeckt und stammt aus dem 10.–9. Jahrhundert v. Christus.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den erhaltenen Rückständen im Inneren des Gefäßes. Naturwissenschaftliche Analysen haben ergeben, dass der Kessel einst ein bierähnliches Getränk oder einen Getreidebrei aus Hirse und Kräutern enthielt. Damit liefert der Fund seltene Einblicke in die Ernährungs- und Festkultur der Menschen vor mehr als 3000 Jahren.
Die Präsentation wird von einem musikalischen Auftritt der Blaskapelle
Pardubická muzika unter der Leitung von Michal Chmelař (Konservatorium
Pardubice) mit dem Titel „Wenn das Lied gefunden wird” begleitet.
Es werden Volkslieder aus der Region um Pardubice gespielt, aus der das berühmte Bronzegefäß stammt. Am 7. Oktober um 18 Uhr gibt es einen weiteren Auftritt in der KAISERPFALZ franconofurd.
Der renommierte tschechische Autor Michal Ajvaz stellt seinen preisgekrönten
Roman „Die andere Stadt“ in einer kurzen, von Jan Tussing (HR) moderierten Lesung mit deutscher Übersetzung vor.
Beim anschließenden Empfang kann u.a. das Bier „Sonnenbarke“ (‘Sluneční bárka’) probiert werden, dessen Rezept auf dem spätbronzezeitlichen Bier aus Kladina beruht.
In Kooperation mit dem Ostböhmischen Museum in Pardubice und mit CZECHIA 2026. Die Präsentation findet im Rahmen des Jahres der tschechischen Kultur in den deutschsprachigen Ländern statt, das anlässlich des Ehrengastauftritts Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse 2026 organisiert wird.
Bitte teilen Sie uns bis 2. Oktober 2026 mit, ob Sie an der Präsentation
teilnehmen möchten: info.archaeolmus@stadt-frankfurt.de.


