Freiheit mit Haltung: Demokratischer Diskurs und antifaschistische Leitplanken
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Was bedeutet Meinungsfreiheit im 21. Jahrhundert – und wo stoßen wir an ihre Grenzen?
Dieses Podium auf der Frankfurter Buchmesse eröffnet einen Raum, um die politischen und gesellschaftlichen Spannungsfelder eines Begriffs sichtbar zu machen, der heute stärker umkämpft ist als in vielen Jahrzehnten zuvor. Die Teilnehmer:innen betrachten Meinungsfreiheit dabei nicht nur als juristische Norm, sondern als gelebte demokratische Praxis, die kontinuierliche Aufmerksamkeit und entschlossene Verteidigung benötigt.
Im Mittelpunkt steht die These: Meinungsfreiheit muss antifaschistisch sein, wenn sie ihren eigenen Anspruch erfüllen will. Denn ein freier öffentlicher Diskurs kann nur dort bestehen, wo menschenfeindliche Ideologien nicht die Grundlagen der Demokratie zerstören. Doch wie lässt sich dieser Schutz in einer Zeit gewährleisten, in der gezielte Desinformation, Hassrede und rechtsextreme Strategien zunehmend die Debatte bestimmen?
Vertreter:innen aus der Buch- und Medienbranche, der historisch-politischen Bildung und aus der Beratungsarbeit für die Betroffenen von rechter Gewalt diskutieren unterschiedliche Fragen.
- Welche Formen von Einschüchterung, Bedrohung und gezielten Kampagnen erleben Autor:innen, Verlage und Kultureinrichtungen? Welche politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um demokratische Diskurse zu sichern?
- Wie prägt das Erinnern an die systematische Vernichtung unerwünschter Stimmen unser heutiges Verständnis von Freiheit? Und welche Lehren lassen sich aus der NS-Vergangenheit für den Umgang mit aktuellen Angriffen auf demokratische Kultur ziehen?
- Welche Auswirkungen haben rechte, rassistische und antisemitische Hetze auf die reale Sicherheit von Menschen? Und muss Meinungsfreiheit gestaltet sein, damit sie nicht zur Legitimation von Bedrohung, Einschüchterung und Gewalt wird.
Das Podium lädt ein zu einer kritischen, offenen, aber klar menschenrechtsorientierten Auseinandersetzung: Welche Verantwortung haben kulturelle Institutionen, Bildungsträger und Gesellschaft, um sicherzustellen, dass die Meinungsfreiheit nicht zur Waffe gegen die Demokratie wird?
Eine Veranstaltung von Verlage gegen Rechts in Zusammenarbeit mit Verbrannte Orte e.V.
Teilnehmer:innen:
Helga Frese - Resch - IG Meinungsfreiheit des Börsenverein des deutschen Buchhandels.
Heike Kleffner - Journalistin, Autorin und Geschäftsführerin des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.
Jan Schenck - Verbrannte Orte e.V. Gedenkprojekt zu den nationalsozialistischen
Bücherverbrennungen.
Moderation: Lukas Meisner - Philosoph, Schriftsteller und Herausgeber der Zeitschrift düe Philosophie und Sozialwissenschaften "Das Argument".
Illustration: Wütendes Buch von Sena https://verlagegegenrechts.de/wuetende-buecher#wuetendes-buch-273


