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Frankfurter Buchmesse

07. - 11. Oktober 2026

Dead Translators Show
Lesung

Dead Translators Show

Zentrum Wort
Zentrum Wort
Deutschland
Thursday, Oct 8, 2026
1:00 PM - 2:00 PM | Europe/Berlin

Halle 5.0

Halle 5.0 | C115
Deutsch
Beschreibung

Ohne Übersetzer:innen keine Weltliteratur! Übersetzer:innen prägen seit Jahrhunderten unsere Kultur und sind nicht nur zu Lebzeiten oftmals nahezu unsichtbar, sondern geraten nach ihrem Tod teilweise gänzlich in Vergessenheit. In Anlehnung an die Dead Ladies Show werden bei der Dead Translators Show verstorbene Übersetzer:innen von bekannten Stimmen aus der Literaturbranche vorgestellt und gefeiert. Ein kleiner Querschnitt durch die deutsche Übersetzungsgeschichte – lehrreich, unterhaltsam und vor allem wertschätzend. Eine Hommage an die Kunst des Übersetzens.

Gäste:

Julia Wolf hat Nordamerikastudien, Lateinamerikanistik und Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin studiert. Sie ist Übersetzerin und Autorin. Ihre Publikationen umfassen Erzählungen, Romane, Theaterstücke und Hörspiele. Ihre Texte wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem 3sat- und dem Robert-Gernhardt-Preis. Sie hat in verschiedenen feministischen Kollektiven mitgewirkt. 2023 erschien bei DuMont unter dem Titel WIR KOMMEN ein Kollektivroman von 18 deutschsprachigen Autor*innen, den Julia Wolf zusammen Elisabeth R. Hager und Verena Güntner konzipiert, mitgeschrieben und herausgegeben hat. Im Frühjahr 2026 erschien Du, hier, ein Band mit Stories von Julia Wolf, bei dtv. Julia Wolf übersetzt aus dem Englischen, unter anderem hat sie Joy Williams Roman State of Grace (In der Gnade, dtv 2024) und ihren Erzählungsband Stories 2 (dtv 2025) ins Deutsche übertragen. Umlaufbahnen, ihre Übersetzung von Samantha Harveys mit dem Booker Prize ausgezeichneten Roman Orbital war 2025 für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung nominiert.

Julia Wolf lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Ron Mieczkowski, geboren 1992, seit 2015 Verlagslektor, zuerst bei der Anderen Bibliothek und Matthes & Seitz Berlin, seit 2024 Lektor für Belletristik und Sachbuch bei Diogenes. Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften, Übersetzungen aus dem Polnischen, zuletzt erschien, von ihm aus dem Polnischen übersetzt und herausgeben, Józef Czapskis Bilder und Gespenster (2026).

Malu Schrader ist Literaturwissenschaftlerin, war bereits im Buchhandel und als Verlagslektorin tätig. Seit 2020 arbeitet sie frei als Moderatorin, Lektorin und Kulturjournalistin. Ihre Schwerpunkte sind die deutschsprachige, japanische und niederländischsprachige Literatur.

Moderation: Miku Sophie Kühmel wurde 1992 in Gotha geboren. Sie hat Literatur- und Medienwissenschaften studiert – kurz in New York und länger in Berlin, wo sie heute lebt und arbeitet. Sie ist freie Schriftstellerin und produziert verschiedene Podcast-Formate. Nach Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften erschien 2019 ihr Debütroman »Kintsugi«, für den sie mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2019 und dem »aspekte«-Literaturpreis 2019 ausgezeichnet wurde. Sie erhielt u.a. Stipendien des Alfred Döblin-Hauses der Akademie der Künste, des Künstlerhofes Schreyahn und der Stadt Gotha. 2022 erschien ihr zweiter Roman »Triskele«, mit dem Miku Sophie Kühmel für den Clemens-Brentano-Preis 2023 nominiert war.

Sprecher*innen

Ron Mieczkowski

Lektor für Belletristik und SachbuchDiogenes

Malu Schrader

Moderatorin, Lektorin und Kulturjournalistin

Julia Wolf

Übersetzerin und Autorin