Beschreibung
Im Gegensatz zum Original haben Übersetzungen oft ein zweitrangiges, minderwertiges Image. Es wird ihnen nicht recht getraut und sie werden als notgedrungenes Mittel zum Zweck angesehen. Wahr ist, auch bei einer hervorragenden Übersetzung geht etwas verloren, (bestenfalls nur der Klang der anderen Sprache), genauso wahr ist aber, dass eine gute Übersetzung ein Gewinn ist und das Original sogar übertreffen kann. Denn unprofessionellen Schreibprozessen können professionelle Übersetzungsprozesse gegenüberstehen und bekanntlich ist das Übersetzen die intensivste Art der Lektüre. Wir fragen nach der schöpferischen Kraft von Übersetzungen: Wie können sie das Original und die Zielsprache bereichern? Worin besteht der Gewinn und wie kommen wir dahin zu sagen: „Das lese ich lieber in der Übersetzung".
Sylvia Reinart ist Diplom-Übersetzerin. Sie hat 1992 zur Terminologielehre promoviert und sich 2009 in Translationswissenschaft habilitiert. Sie lehrt und forscht seit 1992 am Fachbereich 06 der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim (FTSK), wo sie unter anderem Seminare und Übungen im Studienschwerpunkt Literatur- und Medienübersetzung anbietet.
Bettina Abarbanell ist Literaturübersetzerin. Sie überträgt überwiegend englischsprachige Romane und Kurzgeschichten ins Deutsche, leitet gelegentlich Workshops zu übersetzungsrelevanten Themen und begleitet gern jüngere Kolleg*innen als Mentorin. Zu „ihren“ Autor*innen gehörten u.a. Denis Johnson, Rachel Kushner, Molly Keane, Jane Campbell, Zach Williams und Jonathan Franzen.
Henrieke Markert übersetzt Literatur aus dem Italienischen und Englischen, vor allem zeitgenössische Belletristik, Graphic Novel und Theater. Daneben moderiert und dolmetscht sie Literaturveranstaltungen und ist Dozentin für Übersetzen.


