Beschreibung
Juryurteile sind subjektiv und sollten dennoch nachvollziehbar sein. Juror·innen bringen Geschmack, Erfahrung und Vorlieben mit – und müssen sich zugleich von ihnen lösen und gültige Kriterien entwickeln. Ob Förderung oder Auszeichnung, jede Juryentscheidung ist eine Entscheidung für Sichtbarkeit. Doch: Wie verwandelt sich individuelles Lesen, Hören und Sehen in ein gemeinsames Urteil?
Eine Diskussion mit Theresia Prammer und Lara Sielmann. Moderation: Sebastian Guggolz. Eine Veranstaltung des Deutschen Übersetzerfonds.
Theresia Prammer lebt Berlin und Rom. Sie übersetzt, schreibt Essays zur Literatur und ist als Dozentin am „Institut für Sprachkunst“ (Wien) tätig. 2020 gründete sie das „Dante-Zentrum für Poesie und Poetik“. Zuletzt erschien ihre Edition der Gedichte Giovanni Pascolis (Nester, Wallstein 2024) sowie der Band Lectura Dantis. Zeitgenössische Dichtung im Dialog mit Dantes Commedia (2025).
Lara Sielmann ist Kulturjournalistin, Literaturkritikerin sowie -kuratorin und lebt in Berlin. Als Literaturredakteurin arbeitet sie für den Deutschlandfunk Kultur, regelmäßig moderiert sie Lesungen und Podiumsdiskussionen. Als Jurorin ist sie für verschiedene Literaturpreise tätig (u.a. Deutscher Buchpreis, Alfred Döblin-Preis, Peter-Huchel-Preis) und unterrichtet sporadisch an der FU Berlin im Masterstudiengang »Angewandte Literaturwissenschaft - Gegenwartsliteratur«.
Sebastian Guggolz studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Volkskunde in Hamburg. Nach einigen Jahren als Lektor bei Matthes & Seitz Berlin gründete er 2014 den vielfach ausgezeichneten Guggolz Verlag, in dem er Neu- und Wiederentdeckungen vergessener Klassiker aus Nord- und Osteuropa in neuer Übersetzung herausgibt. Seit 2022 ist er zudem im Lektorat des S. Fischer Verlags für die Klassiker zuständig. 2025 wurde er zum Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gewählt.


