Fördern ohne Lenken? Kulturpolitik zwischen Kunstfreiheit und Verantwortung
Beschreibung
Öffentliche Kulturförderung ist eine demokratische Errungenschaft – und zugleich ein Spannungsfeld. Wie frei ist die Kunst, wenn der Staat sie fördert? Die Debatten um die Berlinale, die documenta und die Vergabe der Deutschen Verlags- und Buchhandlungspreise zeigen, wie eng Fragen nach staatlicher Förderung, gesellschaftlicher Verantwortung und künstlerischer Freiheit miteinander verbunden sind.
Das Podium bringt unterschiedliche Perspektiven auf dieses Verhältnis zusammen: Lena Falkenhagen, Schriftstellerin, Spieleautorin, Professorin für Game Design an der Hochschule der bildenden Künste Essen und Bundesvorsitzende des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, vertritt die Interessen der Autorinnen und Autoren und der freien künstlerischen Arbeit. Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, bringt die kulturpolitische Perspektive des Landes ein. Madeline Ritter, Gründerin von Bureau Ritter und erfahrene Entwicklerin von Kultur- und Förderprogrammen, kennt die Herausforderungen struktureller Förderung besonders aus dem Tanz. Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain und zuvor Kulturdezernentin sowie Museumsleiterin in Kassel, verbindet Erfahrungen aus Kulturverwaltung, Institutionen und regionaler Förderung.
Moderation: Julia Encke, Feuilletonchefin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.


