Filmscreening im DFF: HAUS TUGENDHAT (Deutschland 2013. R: Dieter Reifarth)
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hours18
minutesAbout
Zwischen 1928 und 1930 lässt sich das Ehepaar Fritz und Grete Tugendhat in Brünn von dem Architekten Mies van der Rohe ein Wohnhaus entwerfen und bauen. Acht Jahre kann die Familie darin wohnen, dann muss sie, da jüdischer Herkunft, vor den anrückenden Nazis fliehen. Das Haus wird im folgenden auf vielerlei Art genutzt und vielfach umgebaut, bevor es 2001 zum UNESCO-Weltkulturebe erklärt wird. Die Generalrestaurirung lässt aber noch auf sich warten; erst 2012 wird das Haus der Öffentlichkeit als Museum übergeben. Dieter Reifarth geht in seinem mit großer Sachkenntnis und ebenso großem filmischem Gespür der Geschichte des Hauses nach – sowohl der Geschichte der Familie Tugendhat und ihrer Bemühungen aus dem Exil um den Erhalt des Hauses als auch den verschiedenen Nutzungen unter den Nazis und der kommunistischen sowie postkommunistischen Herrschaft – bis hin zu den Restaurierungsarbeiten. Ein mustergültiger Architekturfilm, in dem Architekturgeschichte auch als Sozialgeschichte erscheint.
Im Rahmen der Filmreihe Tschechiche Literaturverfilmungen anlässlich des Ehrengasts der Buchmesse: Tschechien. In Kooperation mit dem Deutschen Architekturmuseum Frankfurt (DAM).
HAUS TUGENDHAT
Deutschland 2013. R: Dieter Reifarth
Dokumentartarfilm 112 Min. DCP
Zu Gast: Peter Cachola Schmal


