»Vom Fällen eines Stammbaums« Robert Gernhardt Preisträger Martin Piekar im Gespräch mit Miriam Dold über seinen Debütroman
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Marcin wächst auf in prekären Verhältnissen: Seine Mutter floh in den 1980ern aus Polen nach Deutschland, um ihn, ihr zweites Kind, hier großzuziehen. Sie arbeitet hart als Altenpflegerin, sie trinkt zu viel, und irgendwann sieht sie in ihrem Sohn nur noch den Antagonisten. Währenddessen versucht Marcin, mit Videospielen, Nu Metal und Gedichten herauszufinden, wer er ist und hier in Deutschland sein kann. In dieser Spannung leben die beiden mit- und gegeneinander.
Erst spät im Leben – die alternde Mutter ist schwer krank, und Marcin pflegt sie – offenbart sich die Familiengeschichte in Gänze: eine Lebenserzählung zwischen Anekdote und Abgrund. Der Krieg ist nicht vorbei. Kein Krieg ist je vorbei.
Für das zum damaligen Zeitpunkt noch unveröffentlichte Romanprojekt wurde Martin Piekar mit dem Robert-Gernhardt-Preis 2024 ausgezeichnet.
Moderation: Miriam Dold (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur)
Eine Veranstaltung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur.


