Per sehnt sich schon als Kind in den 1920er Jahren danach, sein norwegisches Dorf zu verlassen und als Entdecker den Amazonas zu erforschen. Als Norwegen 1940 von der deutschen Wehrmacht besetzt wird, versucht er mit seinem Freund auf einem der Kvarstadt-Schiffe nach England durchzubrechen. Drei Jahre als Nacht-und-Nebel-Gefangener im Waldkommando Sachsenhausen sind die Folge. Als er nach Norwegen zurückkehrt, muss er sich einen Weg durch die drohende Normalität bahnen. Die Geschichte vom turbulenten Leben des norwegischen Schriftstellers Per Torhaug ist ein bewegender Roman über die enorme Widerstandsfähigkeit des Menschen, über Abenteuerlust, Lebenshunger und tiefe Freundschaft.
"Ausgehend von der Geschichte meines Onkels, der am Ende des Zweiten Weltkriegs nach Hause zurückkehrte, nachdem er drei Jahre als Kriegsgefangener in Deutschland überlebt hatte, konzentriere ich mich auf die Frage, was passiert, wenn die Forderungen der Gesellschaft, so schnell wie möglich weiterzumachen und sich an ein Alltagsleben anzupassen, von einer schwer traumatisierten Person, die die Zivilgesellschaft natürlich nicht verstehen kann, unmöglich zu erfüllen sind." (Kirsti Eline Torhaug)