Beschreibung
Diskussion | Mit Iryna Fingerova, Andriy Semjankiw und Ira Teiwes.
Moderation: Roksolyana Sviato.
Iryna Fingerova und Andriy Semjankiw sind nicht nur Schriftsteller, sondern auch Mediziner. In ihren Romanen wird die Medizin zu einer besonderen Perspektive auf den Menschen – auf seine Verletzlichkeit, seine Entscheidungen und die Grenzen des moralisch Vertretbaren.
In „Zugwind“ erzählt Fingerova von einer ukrainischstämmigen Ärztin in Deutschland, deren Praxis nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu einem Ort wird, an dem Geschichten von Flucht, Verlust und Neuanfang zusammenkommen. Semjankiws „Seweryns Tanz mit den Knochen“ führt hingegen in die Pathologie eines Kyjiwer Krankenhauses, wo ein Arzt Schritt für Schritt in einen Strudel aus Geldnot, illegalen Geschäften und moralischen Grenzüberschreitungen gerät.
Ein Gespräch über Körper, Schmerz und Tod, Empathie und Verantwortung – und darüber, was Literatur sichtbar machen kann, wenn sie dem Menschen buchstäblich und metaphorisch unter die Haut geht.
Teilnehmende: Iryna Fingerova, Andriy Semjankiw, Ira Teiwes
Moderation: Roksolyana Sviato
Sprache: Deutsch
Veranstalter: Bundeszentrale für politische Bildung, Goethe-Institut Ukraine
Ort: Ukrainischer Nationalstand, Halle 3.1, Stand C13


