Beschreibung
Über Liebe, Abenteuer oder persönliche Krisen wird in der Literatur häufig erzählt – über Geld, soziale Herkunft oder Klassenunterschiede dagegen lange erstaunlich selten. Dabei prägen genau diese Faktoren viele Lebensrealitäten: Bildungschancen, Wohnverhältnisse, kulturelle Teilhabe oder gesellschaftliche Aufstiegsmöglichkeiten.
Die Veranstaltung bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen: journalistische, ökonomische und literarische. Die Journalistin Doris Akrap spricht über persönliche Erfahrungen mit sozialer Herkunft, Migration und gesellschaftlicher Ungleichheit und darüber, wie solche Themen in der öffentlichen Debatte sichtbar werden. Der Ökonom Daniel Stähr erläutert aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht, wie stark soziale Strukturen Lebenswege beeinflussen können. Der Autor Arno Frank schlägt die Brücke zur Literatur. Als Mitautor der Anthologie „Klasse und Kampf“ beschäftigt er sich mit der Frage, wie Klassenerfahrungen, Armut, Aufstieg oder Privilegien literarisch erzählt werden können – und warum solche Perspektiven lange in vielen Geschichten fehlten.
Moderation: Rebecca Schmidt
Im Rahmen des Programms des Gemeinschaftsstands erweitert die Veranstaltung das Motto „Hessen – Que(e)r gelesen“ um eine weitere Dimension von Vielfalt: unterschiedliche soziale und sozioökonomische Lebensrealitäten.
Foto von links nach rechts: Daniel Stähr Copyright: Stefan Gelberg, Doris Akrap Copyright: Privat, Arno Frank Copyright: Maximilian Gödecke


