Beschreibung
SWR Demokratieforum: Enttäuschung, Wut, Extremismus - Verlieren wir den Glauben an die Demokratie?
Beim SWR Demokratieforum auf der Frankfurter Buchmesse treffen unterschiedliche Perspektiven aufeinander: Michel Friedman spricht mit Paula Fürstenberg, Reiner Haseloff und Benjamin Höhne über Erinnerung, Herkunft und die Spannungen unserer Gegenwart – aus literarischer, politischer und wissenschaftlicher Sicht.
Paula Fürstenberg erzählt in „Niewiedervereinigung“ (KiWi) von einer Generation, für die Ost und West noch immer keine rein historischen Begriffe sind, und von den persönlichen Folgen der Wiedervereinigung. Reiner Haseloff bringt die Erfahrungen eines langjährigen ostdeutschen Ministerpräsidenten ein, Benjamin Höhne ordnet als Politikwissenschaftler Entwicklungen in Wahlverhalten und Demokratievertrauen ein.
Diese unterschiedlichen Erfahrungen treffen auf eine Zeit, in der Demokratie zwar verspricht: Deine Stimme zählt – immer mehr Menschen aber anscheinend das Gefühl haben, dass genau das nicht mehr stimmt. Viele fühlen sich übergangen, sind frustriert, manche greifen zu radikalen Antworten, Wut wird zur treibenden Kraft, Sündenböcke werden gesucht.
Wie viel hält eine Demokratie aus, wenn Vertrauen bröckelt? Was passiert, wenn das Versprechen vom guten Leben nicht mehr trägt, Krisen nicht abreißen und viele den Eindruck haben: „Da oben“ entscheidet jemand über „uns hier unten“ hinweg?
Im SWR Demokratieforum geht es um die Frage, ob wir auf einen Punkt zusteuern, an dem viele innerlich aussteigen – oder ob wir Wege finden, wie Menschen wieder sagen können: Diese Demokratie ist auch meine.
Bild: Sophie Kirchner


