Beschreibung
Texte von Ramita Navai, Abdalrahman Alqalaq und Stella Gaitano, gelesen von Ruth Hoffmann, Kseniya Fuchs und Simone Buchholz
Im Rahmen von OPEN BOOKS lesen während der Internationalen Buchmesse in Frankfurt Schriftsteller*innen in der Veranstaltungsreihe »Zwischen Zeilen. Eine Stunde Schönheit« aus den Werken ihrer Kolleg*innen aus Kriegs- und Krisengebieten. Bewaffnete Konflikte, Besatzung und Unterdrückung beeinträchtigen das Recht auf freie Meinungsäußerung und behindern den Zugang zu freier und unabhängiger Literatur. Ihr droht, inmitten von Gewalt und Leid nicht mehr wahrgenommen zu werden. Die Lesenden wollen uns mit »Zwischen Zeilen« daran erinnern, wie notwendig die Literatur von und für diese Orte ist. Sie geben uns einen Blick auf die Widerstandskraft und den Erfindungsreichtum des Menschen inmitten der Traumata des Krieges. Diese Veranstaltung wird veranstaltet vom Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Freedom of Expression des Börsenvereins.
Mit:
Simone Buchholz
(*1972 in Hanau) wurde auf der Henri-Nannen-Schule zur Journalistin ausgebildet und schreibt seit 2008 Kriminalromane. Ihre Reihe um die Staatsanwältin Chastity Riley wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Krimipreis 2019. Zuletzt erschien der vierte Band der Reihe unter dem Titel »Eisnattern« (Suhrkamp, 2026). Simone Buchholz wohnt auf Sankt Pauli und schreibt regelmäßig für das SZ-Magazin und die Zeit.
Kseniya Fuchs
(1988*, Donezk, die Ukraine) ist eine in Deutschland lebende ukrainische Schriftstellerin, Übersetzerin, Künstlerin, gesellschaftliche Aktivistin, Chefredakteurin und Mitbegründerin der ukrainisch-deutschen Zeitschrift »Gel[: b]lau« sowie Vorsitzende und Mitbegründerin des »Ukrainischen Ateliers für Kultur und Sport e.V.« in Stuttgart. Nach ihrer Schulausbildung mit Auszeichnungen studierte Fuchs von 2005 bis 2009 an der Nationalen Wassyl-Stus-Universität Donezk Anglistik, wo sie ein staatliches Stipendium erhielt und die Fakultätszeitung leitete. 2008 kam sie mit einem DAAD-Stipendium nach Karlsruhe. Nach Beendigung ihres Studiums mit Auszeichnung wechselte sie 2009 nach Stuttgart an die dortige Hochschule der Medien, die sie 2013 abschloss. Seit 2019 veröffentlichte sie mehrere psychologisch ausgerichtete, teils autobiografische Bücher, von denen eines ins Deutsche übersetzt wurde. Ihr erster Roman »Jenseits der Sonne« über die gesellschaftliche Wahrnehmung psychisch Erkrankter wurde mehrfach ausgezeichnet.
Ruth Hoffmann
ist Historikerin und Journalistin und schreibt für verschiedene Medien, darunter Spiegel, Geo und Stern, über jüngere deutsche Geschichte, ihre Aufarbeitung und Verdrängung – und ihren anhaltenden Nachhall in unserer Gesellschaft. In ihrem 2024 erschienenen Buch »Das deutsche Alibi« setzt sie sich kritisch mit der politischen Instrumentalisierung des Stauffenberg-Attentats, auch durch die Neue Rechte, auseinander. Es wurde für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert und mit dem Sachbuchpreis der Zeit Stiftung Bucerius ausgezeichnet. Ihr neues Buch »Raubzug von rechts« erschien 2026 im Goldmann Verlag. Ruth Hoffmann lebt mit ihrer Familie in Hamburg.


