»Menschen hören überhaupt nur sehr wenig« Marie Iljašenko präsentiert ihren Lyrikband
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Wochen4
Tage11
Stunden34
MinutenBeschreibung
Marie Iljašenko erkundet in ihren Gedichten den urbanen Raum als Biotop für Tiere und Menschen. Zwischen Fasanen und Turmfalken, Regenbogenforellen, Mardern und Mäusen entstehen Stadtlandschaften von New York über Prag und Barcelona bis Tokio – eine Welt, in der der Mensch oft zur Nebenfigur wird und den Tieren nicht selten Unheil bringt, etwa im Krieg in der Ukraine.
Durch präzise Beobachtungen zeichnet Iljašenko ein sensibles Bild moderner Existenz, in der Nähe und Bedrohung dicht beieinander liegen.
Marie Iljašenko (geb. 1983 in Kyjiw), in Tschechien aufgewachsen, lebt in Prag. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Slawistik und arbeitet als Autorin, Übersetzerin und Herausgeberin. Ihre bisherigen Gedichtbände wurden mehrfach ausgezeichnet und u. a. für die Magnesia Litera (Debüt) nominiert; sie erhielt den Tom-Stoppard-Preis und war für den Václav-Burian-Preis sowie die Dresdnere Lyrikpreise nominiert. Als Übersetzerin arbeitet sie vor allem aus dem Polnischen und Ukrainischen. Mit Menschen hören überhaupt nur sehr wenig erscheint erstmals ein Band von ihr in deutscher Übersetzung. 2016 war sie für einen Monat als Stipendiatin des Hessischen Literaturrats und des Prager Literaturhauses deutschsprachiger Autoren zu Gast in Wiesbaden.
Moderation: Madelyn Rittner (Hessischer Literaturrat e.V.)
Sprache: deutsch / englisch / tschechisch
Foto: Ramune Pigagaite


