Beschreibung
Seit der erneuten Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 sind Frauen in Afghanistan aus nahezu allen Lebensbereichen verdrängt worden: Mädchen müssen die Schule nach der sechsten Klasse verlassen; danach ist ihnen jede weitere Chance auf Bildung verwehrt. Einmal erwachsen, dürfen sie nicht arbeiten, der Zugang zu Parks, Sportstätten und öffentlichen Verkehrsmitteln ist ihnen verwehrt. Außerhalb des eigenen Hauses können sich Afghaninnen nur noch in männlicher Begleitung bewegen, vollverschleiert. In der Öffentlichkeit sind sie de facto unsichtbar. Die junge Autorin Maryam Kishawarz berichtet von einem Land – ihrem Land –, das sie bis zu ihrer Flucht 2025 wie ein einziges großes Gefängnis wahrgenommen hat, sowie von den Überlebensstrategien der Afghaninnen.
Moderation: Astrid Vehstedt, Writers in Exile-Beauftragte und Vizepräsidentin PEN-Zentrum Deutschland
Sprache: Deutsch/Persisch
Foto von Maryam Kishawarz, Copyright: PEN-Zentrum Deutschland


