„Die Scharfseherin“ – Signierstunde und Gespräche mit Jürgen Wertheimer
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Im Anschluss an die Buchvorstellung bei der Leseinsel der unabhängigen Verlage laden wir ein, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Jürgen Wertheimer verarbeitet in seinem Roman „Die Scharfseherin“ den klassischen Stoff von Ilias und Odyssee – eine mitreißende Neuerzählung fern von Pathos und Göttern und nah an den Menschen, Motiven und blinden Flecken.
Cassandra beobachtet schon als Kind gerne. Bald wird ihr klar, dass Wahrnehmung allein nicht genügt, wenn niemand bereit ist zuzuhören – sie mischt sich ein! Odys spielt gerne, treibt sich an verschiedenen Höfen herum und hat einen dubiosen Ruf. Er will wissen, was sich bewegen lässt in der Welt zwischen West und Ost. Was als strategisches Spiel beginnt, wächst sich aus zur „Mutter aller Schlachten“. Doch dann nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung und Cassandra und Odysseus werden zu Komplizen, um den festgefahrenen Krieg um Troja auf sehr unorthodoxe Weise zu beenden. Inmitten einer Welt, in der Männer Geschichte schreiben, wird Cassandra zur Ideengeberin und Mitautorin.
„Die bekannten mythischen Figuren kommen uns erstaunlich nah und wachsen auf ganz eigene und liebevolle Weise ans Herz … Leicht, elegant und vielschichtig macht diese Neuerzählung den antiken Stoff überraschend gegenwärtig“, schreibt Cornelia Lorenz über das Buch. Dr. Stephan W. E. Blum von der Universität Tübingen ist als Archäologe des „Troia-Projekts“ seit vielen Jahren vor Ort an den Grabungen beteiligt und meint: „Genau so kann und sollte man sich Mythen heute nähern.“
„Passend zum Kinostart von Christopher Nolans ‚Odyssee‘ treibt Jürgen Wertheimer dem trojanischen Krieg Mythos und Heldentum aus …“ (Uwe Sauerwein, Berliner Morgenpost, 17.7.2026)
Jürgen Wertheimer ist emeritierter Professor für Internationale Literatur und Autor in Tübingen. Leitet das von ihm initiierte Forschungsprojekt „Cassandra: Krisenfrüherkennung durch Literaturauswertung“. Viele Buchveröffentlichungen, zuletzt das Sachbuch „Sorry Cassandra! Warum wir unbelehrbar sind“ (4. erweiterte Auflage 2025).


