Als sich Karoline von Günderrode und Bettine von Arnim kennenlernen, träumen sie von einem Leben, in dem Frauen reisen, schreiben und frei denken dürfen. Vor allem Karoline von Günderrode sehnt sich nach einem angemessenen Platz in der Welt der "Dichter und Denker" der Romantik – und muss feststellen, dass ihr Wunsch nach Gleichberechtigung eine Illusion ist.
Noch heute wird Karoline von Günderrode oft auf das Bild der jungen Frau, die sich wegen einer unglücklichen Liebe das Leben nahm, reduziert. Doch Kerstin Campbell zeichnet, basierend auf den Briefen und Werken Karoline von Günderrodes und Bettine von Arnims, ein differenzierteres Bild der 1780 in Karlsruhe geborenen Dichterin. Entstanden ist ein soghafter Roman, der, wechselnd zwischen den Perspektiven der beiden Frauen, spannende Schlaglichter auf eine Gesellschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts wirft, ergänzt durch die Stimme der Autorin selbst, die Einblicke in ihre Spurensuche in Frankfurt, Hanau und dem Rheingau gibt.